In jeder Nasenhöhle befinden sich drei Nasenmuscheln (Conchae): untere, mittlere und obere. Die untere Nasenmuschel reguliert den Luftstrom, befeuchtet die eingeatmete Luft und trägt zur Filterung der oberen Atemwege bei. Ihr gefäßreiches Gewebe zieht sich im sogenannten nasalen Zyklus abwechselnd zusammen und erweitert sich (etwa 2–6 Stunden), sodass der Gesamtluftstrom konstant bleibt.
Eine Vergrößerung der unteren Nasenmuschel ist eine wichtige Ursache für behinderte Nasenatmung. Der vordere Anteil ist Teil der inneren Nasenklappe, die rund 50 % des Atemwegswiderstands ausmacht. Der Beitrag der Muschel zur Obstruktion ist strukturell und funktionell; turbulente Strömung kann ein Verstopfungsgefühl erzeugen.
Die Radiofrequenzverkleinerung ist ein häufig verwendetes, schnittfreies Verfahren. Ziel ist die Erweiterung der Atemwege bei Erhalt der Schleimhautfunktion. Die Wärme wirkt nur 2–4 mm um die aktive Elektrode im tieferen Gewebe. Die Oberflächenauskleidung bleibt erhalten, während das behandelte Volumen abnimmt.
Der Eingriff kann in örtlicher Betäubung in der Praxis oder im Operationssaal erfolgen. Eine Tamponade ist in der Regel nicht erforderlich. Nachblutungen sind selten. Eine vorübergehende Schwellung kann ab der 24. Stunde auftreten und in der ersten Woche zurückgehen. Verkrustungen lassen sich mit Nasenspülung lindern. Die Volumenänderung sollte ab der dritten Woche beurteilt werden.
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