Die Ohrmuschel kann im Verhältnis zum Gesicht groß sein, die Concha tief oder die Knorpelfalte unvollständig, sodass das Ohr vom Kopf absteht. Diese Merkmale können einzeln oder gemeinsam auftreten.
Das früheste übliche Operationsalter liegt bei 5–6 Jahren. Ein Eingriff vor Schulbeginn kann Hänseleien vermindern. Die Operation ist auch im Erwachsenenalter möglich; mit zunehmendem Alter versteift der Knorpel und die Formgebung kann schwieriger werden.
Bei Kindern erfolgt die Otoplastik in Allgemeinanästhesie, bei Erwachsenen auf Wunsch in Regionalanästhesie. Am häufigsten wird eine unvollständige Anthelixfalte behandelt, mit oder ohne tiefe Concha. Über einen hinteren Hautschnitt wird die Haut angehoben und mit nicht oder langsam resorbierbaren Nähten eine Falte gebildet; überschüssiger Knorpel kann entfernt werden. Ein fester Verband wird am ersten Tag angelegt. Die Operationsdauer beträgt etwa eine bis eineinhalb Stunden.
Ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich. Alltagsaktivitäten können ab dem zweiten Tag wieder aufgenommen werden. Nach dem ersten Verband wird 7–10 Tage ein lockeres Band getragen, anschließend mindestens einen Monat nachts. Druckbeschwerden durch den Verband lassen sich in der Regel mit üblicher Schmerzmittelgabe lindern. Die Narbe liegt in der hinteren Ohrmuschelfalte.
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